Elasthan

Elasthan wird aus Polyurethan und Polyethylenglyko hergestellt. Es hat Naturgummifäden bei Textilien fast völlig verdrängt, da es feiner herzustellen und haltbarer als Naturgummi ist. Zudem wird es nicht so schnell brüchig und ist weitaus lichtbeständiger.
Elasthan weist eine Dehnbarkeit bis zu 700 % auf! Daher wird es mit allen Fasern gemischt, wenn dem Artikel eine gute Elastizität verliehen werden soll. Die Textilien liegen eng an und gewährleisten trotzdem eine hohe Bewegungsfreiheit.
Elasthan ist leicht waschbar (schnell trocknend) und besitzt eine hohe Abrieb- und Scheuerfestigkeit. Die Beimischung von Elasthan erhöht die Formstabilität und behält die Elastizität. Bei Naturmaterialien verhindert die Faser das Ausbeulen und steigert den Tragekomfort.

Mögliche Bezeichnungen

Heißt es eigentlich Elasthan oder Elastan? Beides ist möglich und wird Synonym verwendet. Elasthan ist eine Chemiefaser aus dem Bereich der Elastomer, die in industriellen Bereichen als Elastan bekannt ist und umgangssprachlich oft als Spandex bezeichnet wird. Auch Elaspan, Creora und Linel sind lediglich Markennamen für Elastan. Früher war das Kurzzeichen für Elastan EL, heute wird Elastan mit PUE gekennzeichnet. Während man auf Deutsch Elastan als Elasthan oder Dorlasthan bezeichnet, nennt sich das Material in anderen Ländern elastane fiber (englisch) oder auch spandex fibre (asiatischer Sprachraum).
Bereits seit 1959 wird Elastan produziert, heutzutage finden Elastane vor allem in Sportbekleidung und Spannbettlaken Verwendung. Im Bereich der Mode für Damen und Herren wird Material mit Elasthan-Anteil oft als Stretch gekennzeichnet. Allerdings gibt es keine Stoffe aus purem Elastan, stattdessen wird Spandex stets mit anderen Fasern gemischt.
Spandex Kleidung mit Elasthan sind meist zu mindestens 80% aus einem anderen Material, beispielsweise aus Polyamid, Polyester, Viskose oder Baumwolle. Oftmals wird die dehnbare Elasthan-Faser nicht mal mit dem eigentlichen Stoff gemischt, sondern sorgt lediglich im Bündchen, beispielsweise in Socken oder Miederwaren, für die nötige Dehnbarkeit.

Elasthan: Die Entstehungsgeschichte

1959 brachte der Amerikaner Joseph Shivers die Chemiefaser Elasthan als Fiber K auf den Markt. Er hatte zusammen mit dem amerikanischen Chemiekonzern DuPont ein Verfahren zur industriellen Herstellung von Elasthan entwickelt. Bekannt wurde der dehnbare Stoff ab 1962 unter dem Namen Lycra, später wurde Elasthan unter dem Markennamen Spandex vertrieben.
Gewonnen werden die gummi-ähnlichen Elasthanfasern aus Kunststoff, im speziellen aus Polyurethan und Polyethylen Glykol. Während Polyurethan für die enorme Reißfestigkeit der Faser sorgt, begründet sich die Dehnbarkeit in der Verwendung von Polyethylen Glykol. So ergibt sich die Dehnfähigkeit für die elastische Kunstfaser Elasthan, die zwischen 500 und 700% liegt. Somit ist Elasthan ein extrem dehnbarer Stoff.

Besondere Elasthan Eigenschaften

Doch was sind die Elasthan Eigenschaften? Elasthan Stoff ist vor allem extrem dehnbar und elastisch, somit ähnelt Elasthan Gummi. Die Kunstfaser hat allerdings eine höhere Festigkeit. Durch die äußerst große Dehnbarkeit der zu Stoffen verwebten synthetischen Fäden passt sich Elasthan an seinen Untergrund an und kann sich enorm ausdehnen. Trotzdem hat Elasthan eine dauerhafte Formbeständigkeit – nach dem Ausdehnen kehrt es also wieder in die Ursprungsform zurück. Textilien mit Elasthan verlieren so nicht die Form.

Zudem ist Elasthan gut färbbar, Stoffe mit Elasthan werden deshalb nicht nur in uni- farben angeboten sondern auch bunt gemustert. Stoffe mit Elasthan Anteil fühlen sich oft weich und glatt an. Außerdem sind Stretch-Materialien mit Elasthan sehr leicht und oftmals unglaublich dünn und fein. Durch die enorme Reißfestigkeit der Faser hat Elasthan trotzdem eine hohe Belastbarkeit und ist haltbarer, als die Dehnbarkeit vermuten lässt.

Elasthan lädt sich nicht statisch auf und fusselt nicht. Fast alle Elasthan-Stoffe können Sie bei 40°C waschen, vor der Wäsche sollten Sie allerdings das Pflegeetikett studieren, darauf finden sich oft wertvolle Tipps. Bei regelmäßiger 60°-Wäsche oder Verwendung von Weichspülern verliert Elasthan seine Dehnbarkeit – die Kunstfaser wird rissig. Ansonsten sind Elasthangemische meist sehr pflegeleicht, ein Textil mit Elashtan müssen Sie meist nicht bügeln. Während Polyester kaum negative Eigenschaften aufweist, ist ein Gemisch aus Elasthan und Baumwolle trotzdem zu empfehlen. Besonders für Kinder und Baby Textilien sind natürliche Stoffe einfach unabdingbar.

Die Elasthan Vorteile auf einen Blick

  • dehnbar und elastisch
  • formbeständig und belastbar
  • fein, aber reißfest
  • sehr pflegeleicht

Verwendungen für Elasthan

Wegen der beeindruckenden Elastizität wird Elasthan vor allem in Kleidungsstücken verwendet, die nah am Körper anliegen sollen. Man findet Elasthan also vor allem in Bademoden, Strumpfwaren, Strumpfhosen, Sportbekleidung, Unterwäsche und in Bekleidung, die mit Stretch bezeichnet ist. Der Mode-Begriff dient als Überkategorie für alle dehnbaren Materialien im Fashion-Segment.
Schon geringe Mengen Elasthan sorgen in einer Stretch Jeans für beste Passform. Ist eine Jeans mit Elasthan, kann Sie sich gut ausdehnen und passt sich schön an. Im Jersey-Shirt verhindert der Stretch-Anteil ein schnelles Ausleiern, Kleidung für Kinder, Zubehör und Accessoires, wie Mützen, werden durch Bänder aus dehnbarem Material am Verrutschen gehindert.

Elastische Strumpfhosen aus feinem Garn mit Elasthan sind praktisch, da sie jede Bewegung mitmachen, sich in die Länge ziehen lassen und hauteng sitzen. Als Dekostoffe eignen sich Elasthangemische eher weniger, Stretch-Stoffe gibt es aber auch zum Beispiel mit Pailletten verziert. Mit elastischer (Spandex) Meterware zu nähen ist übrigens gar nicht so einfach, Anleitung und Hilfe zu diesem Thema finden Sie im Internet.

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